Wie schädlich ist Glyphosat für unsere Hunde?

Das Pflanzengift „Glyphosat“ ist derzeit in aller Munde. Nicht nur die weitere Zulassung der EU lässt uns darüber den Kopf zerbrechen, sondern auch die Tatsache, dass man mittlerweile bei Lebensmittel echt seine Augen offen halten sollte.

Doch nicht nur für uns Menschen kann dieser Unkrautvernichter schädlich sein, sondern auch für unsere Hunde kann dieser mitunter sogar lebensbedrohlich werden. Leider hört man diesbezüglich jedoch kaum etwas.

Wie schädlich dies für unsere Hunde ist und wie man seinen Hund am besten davor schützen kann, habe ich euch hier einmal zusammengefasst:

Schild Glyphosat Vektor mit Totenschdel

Glyphosat ist eine geruchlose, wasserlösliche Substanz, die als Säure und als Salz hergestellt wird. Glyphosat gilt als starkes chemisches Herbizid, welches gegen verschiedene Arten von Pflanzenschädlinge eingesetzt wird.

Glyphosat wird nicht nur der konventionellen Landwirtschaft gegen Unkräuter im Acker-, Wein- und Obstbau, eingesetzt, sondern auch beim Anbau von Zierpflanzen, auf Wiesen, Weiden und Rasenflächen, sowie im Forst verwendet. Auf dem Acker wird es nicht nur als Herbizid eingesetzt, sondern auch zur Beschleunigung der Reife von Getreide.

Gerade im Frühjahr und Frühsommer wird dieses Pflanzenschutzmittel auf heimischen Feldern verteilt, um Unkraut und Schädlinge auf dem Getreide zu vernichten. Mit Glyphosat werden so z.b. Stoppelfelder eingesprüht, um diese vor der nächsten Aussaat vor Unkraut zu schützen.

Doch nicht nur dort kommt es zum Einsatz. Was viele nicht wissen ist, dass dieser Unkrautvernichter sowohl an Wegesrändern, in Parkanlagen oder neben Straßen eingesetzt wird, denn dort wächst schließlich ebenfalls Unkraut, welches abgetötet werden muss.

Dieses Pflanzenschutzmittel kann nicht nur für uns Menschen bei größerem Verzehr von Lebensmitteln schädlich sein, sondern für unsere Hunde kann dieses bei Aufnahme großer Mengen zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen.

Von allgemeinen Vergiftungen beim Hund hört man immer wieder. So sind die gängigsten wohl die Vergiftungen mit Gitködern wie Rattengift etc., auch treten Vergiftungen bei unseren Hunden oft im Haushalt auf. Doch leider häufen sich mittlerweile auch Fälle von Glyphosat Vergiftungen beim Hund. Gerade in ländlichen Gegenden eine oft unterschätzte Gefahr. Wie es dazu kommen kann, ist gar nicht so weit her geholt, wie viele jetzt meinen mögen.

Geht man davon aus, dass dieses Pflanzenschutzmittel auf vielen Grünflächen eingesetzt wird, ist es nicht auszuschließen, dass Hunde, die gerne ins saftige Gras beißen, eine kleine Menge dieses Giftes mit aufnehmen. Auch sieht man immer wieder Hunde, die genüsslich an einem am Feldrand liegenden Mais knabbern. Diese kleine Menge ist keineswegs tödlich für den Hund und wird auch noch nicht zu einer Vergiftung führen, jedoch sollte man dies immer etwas im Hinterkopf behalten.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die orale Verabreichung von Glyphosat an Hunden, mit einer Dosierung von 100 oder 500 mg/kg/Tag nach einem Jahr, zur Verkleinerung der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) führt. Auch wenn kein Hund diese Menge täglich zu sich nimmt, ist es gerade für Hundehalter gut zu wissen, die sich im Frühsommer gerne und oft auf Feldern etc. aufhalten.

Typische Vergiftungserscheinungen sind Magenschleimhautreizungen, Erbrechen, Kolik, Durchfall, Husten bis hin zum Schockzustand und anschließendem Herzstillstand. Dies passiert jedoch nur bei der Aufnahme größer Mengen.

Schützen könnt ihr eure Hunde davor, indem ihr sie draußen nichts fressen lasst. Auch ich kenne es nur zu gut, dass mein Hund auch gerne einmal an Grashalmen nagt. Dies sollte generell unterbunden, und gerade mit dem Thema Glyphosat im Hinterkopf, immer wieder etwas hinterfragt werden. Fressen eure Hunde gerne Gras ist dies nicht weiter tragisch, allerdings sollte man darauf achten, dass dieses nicht gerade am Wegesrand ist, oder neben Feldern, welche gerade frisch gesprüht wurden.

[Quelle: Wild&Hund, Wikipedia, vetpharm]

 

 

 

2 Kommentare zu “Wie schädlich ist Glyphosat für unsere Hunde?

  1. Ich benötige hilfreiche Informationen.
    Wobei in Mehrfamilienhaus EG mit kleiner Terrasse und Wiesegarten, im unmittelbarer Nachbarschaft , brachte der Mieter Glyphosat unkontrolliert aus ein Flasche giessend aus, wollte sein Terrassembereich von Unkraut befreien. Die Terrassen, sowie der Wiesebereich hat keine Abgrenzung, ist also fließend. Ich wohne seit 1 Monat hier, habe einen Hund 3 jährig, wir nutzten die Terrasse und die Wiese( besonders mein Hund, durch wälzen, schnüffeln und lecken. Mein Hund ist nun erkrankt, seine Haut entwickelt Exeme,Fell geht aus, er ist unruhig,es mangelt an Appetit, atmet oft schwer, er fühlt sich nicht. Ich entdeckte, dass das Gras in einem großen Bereich der Wiese gelb geworden ist, ausgehend von der nachbarschaftlichen Terrasse. Daher vermute ich, daß Sam( Bordercolli-Mix, der mein Assistentshund ist) eine Vergiftung hat.
    Tierarzt hat seine Symtome nicht einordnen können, der Nachbar ist ein nicht guter Mensch , ich musste diesen bereits ,auf Grund eines verbalen Angriffs, anzeigen. Wie erwähnt, habe ich nicht mehr die Möglichkeit meine Terrasse und die Wiese zu nutzen. Der Vermieter reagiert abweisend oder eben garnicht. Nennt es Nachbarschaftsstreit. Für meine Hund und andere Tiere sieht es dadurch nicht gut aus. Auch die Mieter sind gefährdet, durch das Ausbringen dieses hochgiftigen Pflanzenschutzmittels. Eigentlich müsste es geprüftes werden. Da ich schon etwas älter und auch krank bin, finde ich kein Gehör. Eine Bodenanalyse kann ich auch nicht durchführen lassen, weil mir die finanziellen Mittel fehlen und ich keine Konektien habe. Könnte mir jemand einen umsetzbare Rat geben oder gar helfen.

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    • Hallo Cornelia,
      das klingt ja alles nicht gut bei dir leider aber diesbezüglich würde ich raten einen Anwalt zu kontaktieren. Ich bin weder Anwalt noch Tierarzt also kann ich hier leider nicht weiter helfen. Ich wünsche dir viel Glück und hoffe das sich eine Lösung finden wird.

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